Zweiter Teil

Episode 2


Fähre fahren fand ich schon immer irgendwie unübersichtlich Vor allem wenn man es das erste Mal allein regeln muss. Wir sind natürlich total im Chaos versunken. Am Ende waren wir dann aber trotzdem auf der Fähre Man fährt ungefähr zwei Stunden. Wir haben in der Zeit gelesen und gespielt. Am späten Nachmittag sind wir in Nanimo angekommen, eine der groesseren Städte von Vancouver Island. Kleiner Tipp: Paul Städtenamen aussprechen zu lassen ist ziemlich lustig, denn es kommt immer nur Kauderwelsch heraus.

Unser erstes Ziel war die Stadt Tofino an der Westküste Übernachtet haben wir auf einem Rastplatz direkt am See. Das einzig negative war, dass es an diesem Tag so windig war das wir den halben Wald verbrannt haben. Nein, ganz so schlimm war es dann doch nicht aber es hat schon ziemlich gestürmt

Vielleicht sollte man an dieser Stelle mal unsere Mietz würdigen Auch wenn sie manchmal Probleme macht, ist sie uns doch stehts ein gutes Heim.!

Unser nächster Stopp war eine kleine Stadt namens „Ucleulet“. Ich habe sie auf Ukulele umgetauft da selbst für mich der Name ein Zungenbrecher ist. Dort haben wir auf einem Campingplatz übernachtet. Begruesst wurden wir von einem Surferboy der das Klischee komplett erfüllt Man sollte dazu sagen, dass diese Küstenregion bekannt für ihr surfen ist. Man sieht also überall Sunnyboys mit ihren Surfbrettern. Also zurück zum Campingplatz. Der war richtig gut gemacht. Den ganzen Nachmittag haben wir in der Sauna und im/am Pool verbracht. Am nächsten Morgen sind wir weiter nach Tofino gefahren und sind dort auch gegen Nachmittag angekommen.

An diesem Tag und auch den Nächsten hat es geregnet, so dass man nicht besonders viel machen konnte. Also haben wir uns gedacht, wir gehen etwas zum Mittag essen. Ein kleines Restaurant, natürlich mit Fernseher damit man Fußball schauen kann, direkt am Wasser. Danach sind wir drei Stunden lang am Strand spazieren gegangen. Es hat genieselt aber der Tag war ansonsten ganz schön Wir sind auf einer Landzunge geklettert. Diese bestand aus Vulkangestein und zwischen den Steinen fand man Anemonen und kleine Fische. Paul war ganz begeistert. Eigentlich hatten wir gehofft in Tofino Wale beobachten zu können, stattdessen fanden wir eine Menge Seesterne direkt am Rand der Felsen. Paul hatte versucht einen für mich aus dem Wasser zu holen, wurde aber von einer groesseren Welle überrascht und stand bis zu den Knöcheln im Wasser (mit Schuhen). Später hat sich herausgestellt, dass dieses Missgeschick ganz praktisch war. Denn in der Zwischenzeit war die Flut zurück gekommen und das Meer hat sich vor der Landzunge wieder geschlossen. Also musste mich Paul auf seinem Rücken durch das Wasser tragen. Mein Held!!!



Alles in allem war das alles sehr lustig und wir hatten viel Spaß, auch wenn wir leider keine Wale gesehen haben.

In Tofino sind wir durch den Regen nur zwei Tage geblieben. Danach ging es weiter Richtung Norden. Man muss dazu sagen, dass wir die ganze Strecke zur anderen Seite wieder zurück fahren mussten, da es nur diese eine richtige Straße auf Vancouver Island gibt.

Unser nächster Halt war in Comox/Corteney. Dort haben wir einen kleinen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt gefunden. Preiswert und total schön gemacht. Es war ein privater Platz. Der Besitzer hat innerhalb von 10 Jahren alles selbst gebaut. Es gab richtige sanitäre Anlagen, Duschen und ein riesigen Pavillon mit 80zoll Flachbildschirm. Dieser Campingplatz war vom Preisleistungsverhältnis der Beste den wir bisher hatten. Und wir waren drei ganze Tage dort. Haben Filme angeschaut (denn es gab freies WLAN), Wäsche gewaschen und so ziemlich nichts gemacht, da es immer noch geregnet hatte.

Am dritten Tag kam dann endlich die Sonne zum Vorschein. Nach insgesamt fünf Tagen war das sehr angenehm.

Auf unserer Route ging es nun weiter nach Campbell River. Eine wunderschön Stadt. Wir haben uns am ersten Tag im Visitor Center beraten lassen. Das war glaube ich die ausführlichste Beratung unserer Reise aber aeusserst hilfreich. Wir hatten eine freie Parkmöglichkeit und schöne Ausflugsziele. Am Abend saßen wir in einem Pub direkt am Hafen. Es gab Wein und Nachos und einen wunderschönen Abend für unsere Erinnerung

Im herrlichsten Sonnenschein sind wir am nächsten Tag nach Quathiaski Cove gefahren. Dazu fährt man mit einem Boot auf eine kleine Insel. Diesen Tipp mit dem kostenlosen Boot und der Insel haben wir auch von der Visitor Info bekommen. Dort haben wir uns zwei Fahrräder ausgeliehen und sind ganze zwei Stunden, Berg hoch Berg runter, über die Insel gefahren. Ich glaube ich bin noch nie solange und durchweg Rad gefahren. Aber es war schon. Zum Ende saßen wir auf einer Plattform direkt über dem Wasser und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut. Ein wunderschöner Tag und der Blick über die Inseln mit ihren Bergen und dem Meer dazwischen ist echt wunderschön Dauer lohnen sich doch zwei Stunden Fahrrad fahren

Ansonsten haben wir im Meer Krabben gefangen, Seeigelhaeuser gesammelt und Eis gegessen.
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Wunderschöne Tage! Campbell River wirkt wie eine Kleinstadt und vermittelt auch dieses Gefühl, trotzdem ist es eine der groessten Städte auf Vancouver Island.

Das schlimmste was ich wohl bisher gemacht hab war unser sogenanntes wander in Comox. Urspruenglich wurde der Weg als einfach deklariert. Mount Washington ist eigentlich ein Skigebiet und wird im Sommer zum wander genutzt. Da es dort ganz schoen sein soll, dachten wir uns das nehmen wir noch mit. Naja am Ende sind wir auf allen vieren am Hang entlang geklettert. Also eine unfreiwillige free climbing Erfahrung. Die schoenen Momente gabs trotzdem: kleine Vogel die sich auf unsere Hand gesetzt haben, einen tollen Ausblick und der Lift runterzu war kostenlos! Danach waren wir beide so platt, dass wir zwei Stunden in der Sonne gelegen haben.  



Danach ging es auf unserer Route langsam wieder zurück auf das Festland. Unser erster Stopp war wieder an dem Rastplatz auf dem wir schon am Anfang unserer Rundreise auf VI übernachtet hatten. Doch diesmal war es sonnig und windstill. Wir haben Lagerfeuer gemacht und uns den Sonnenuntergang angeschaut. Außerdem haben wir versucht Brot zu backen. Am Ende haben wir den Teig einfach als Knüppelkuchen verwendet, denn das mit dem richtigen Brot hat irgendwie nicht so funktioniert wie geplant

Zudem haben wir dort einen Mann getroffen, der vor 24Jahren nach Kanada ausgewandert ist und jetzt in Toronto lebt. Er hat uns ein bisschen was über Quebec erzählt. Wir wissen jetzt das BC nicht British Columbia heißt sonder Bring Cash! Er meinte das es im Osten sehr viel teuer ist als im Westen. Er hat uns sogar eingeladen, was wir aber leider ablehnen mussten da uns für so viel Weg die Zeit fehlt.

Am nächsten Morgen waren wir im spiegelklaren See baden. Man konnte sogar das Wellenspiel welches man mit Händen erzeugen kann auf dem Sandboden sehen. Das war so cool und überhaupt nicht kalt trotz das es ein Bergsee war.

Nanaimo war die Stadt in der wir „gelandet“ waren. Ich kann euch sagen, dass wir diese nicht so toll fanden. Es gibt zwar das Industriegebiet aber ansonsten haben wir von Downtown nicht soviel mitbekommen. Eine kleine suesse Einkaufspassage gibt es. Den sogenannten alten Teil der Stadt aber mehr auch nicht. Ganz im Gegensatz zu Victoria! Zuerst noch: Deutschland ist in Victoria Weltmeister geworden!!! :D Downtown ist richtig cool. An dem Sonntag war dort ein kleiner Markt. Es hat mich ein bisschen an das Bergstadtfest in Freiberg erinnert. Leider hatten wir für Victoria nicht mehr Zeit, denn am Abend sind wir mit der Fähre nach Vancouver zurück gefahren...




Fortsetzung folgt...

 

 

22.7.14 03:55

Letzte Einträge: Gar nicht so leicht, Endlich geschafft !!!, Grossstadtabenteuer!, Eigentlich ueber Vancouver und den Weg nach Seattle, Salmon Arm, Calgary und co., Letzte Wochen

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