Zurueck ans Festland

Wie gesagt hatten wir fuer Victoria nicht sehr viel Zeit und mussten nach Vancouver zurueck. Die Faehre war natuerlich gerade so voll, sodass wir nicht gleich weg kamen und wir eine Stunde in der Sonne im Auto warten mussten. Selbst mit offenen Fenster war es eigentlich viel zu heiss. Um so erfrischender war es dann auf der Faehre. Nicht nur dass starker Wind geweht hat es war auch noch deutlich kaelter als auf dem Land, wodurch wir dann sogar noch die Jacken geholt haben.

Das Gebiet um Victoria ist beruehmt fuer Walewatching und siehe da nach einer dreiviertel Stunde fahrt hatten wir Glueck. Die Walewatchingtourboote sind doch leichter zu erkennen als gedacht und haben unsere Aufmerksamkeit erregt! Und siehe da die Rueckenflosse eines Orkas! Fuer die Kamera ging es leider zu schnell und bis wieder einer aufgetaucht war sind wir mit der Faehre schon an der Bucht vorbei gezogen....leider.

Kurz vor Ende der Fahrt, als man Vancouver schon sehen konnte, stellten wir Fest, dass eine riesige Smogwolke aus der Stadt aufs Land zog. Wir dachten umweltbewusstes Kanada.....von wegen. Wie wir spaeter erfahren haben war es allerdings ein riesiger Waldbrand, der in Hope (100km entfernt) gewuehtet hat. Auch wenn die meisten glauben Kanada ist kalt, im Sommer sind hier aufgrund der hohen Temperaturen und wenig Niederschlag Waldbraende fast an der Tagesordnung und Lagerfeuerverbot Flaechendeckend.

Wieder in Vancouver haben wir uns an den Strand gelegt, an dem wir vorher auch schon oft uebernachtet haben, und die Dusche genutzt. Anschliessend dann zur Werkstatt gefahren um die Bremsen nochmal Checken lassen da die auf dem Weg ins Tal von Mt Washington angefangen haben zu brennen. Das Ergebnis am naechsten Tag.....alles ist in Ordnung und Sicher. Anscheinend nur die aeusserste schicht verbrannt, weil die Kloetze noch sehr neu waren. Naja Sicher ist Sicher, deshalb ab sofort immer mit dem Zweiten Gang (der Dritte, der am besten geeignet waere laesst sich bei einem einfachen Automatik Getriebe nicht einstellen) und 60 km/h max den Berg runter.

Weil wir auf der kanadischen Seite nach Vancouver gekommen sind und der Spritt in der USA deutlich billiger ist (nur 79 EUR Cent anstatt 1 Euro wie in Kanada) sind wir dann Suedlich der Grenze zurueck gefahren. Mit dem ReiseVisum der USA, das wir durch unseren Kurztripp nach Seattle noch hatten ging es dieses an der Grenze relative schnell und das fuhr US Amerikaner. Wir waren etwas geschockt

Wieder In den USA und bereits Mittagszeit machten wir uns, weil es fast auf der Rute lag wieder zu dem All you can Eat Buffett. Da es als wir ankamen noch etwas frueh fuer Abendbrot war haben wir uns noch an den breiten, gruenlich schimmernden Fluss gelegt, der 100m entfernt war. Von um vier bis halb neun haben wir dann mit essen und reden verbracht und die 2000 - 2500 kCal bestimmt jeder zweimal verputzt und wie das letzte mal war es einfach nur verdammt lecker und viel. Geschlafen haben wir dann auf einem Walmart Parkplatz, der gegenueber vom Restaurant lag. Im zweifelsfall einer der wenigen Parkplaetze wo man immmer Parken kann. Hatte gleich noch den Vorteil das wir am folgetag ein brauchbares Bad fuer's Zaehneputzen hatten.

Die fahrt nach Westen kann man im grossen und ganzen so beschreiben: weniger Zivilisation als erwartet und W-lan gibt es in den Ortschaften nur verschluesselt, wodurch wir am ersten Tag unserer eigentlich dreitaegigen Reise nicht festgestelt haben, dass wir eine Zusage fuer einen Fruitpicker Job hatten. Dafuer haben wir Ortschaften gesehen, die nicht nur aussahen wie wilder Westen, sondern auch Original aus dem 18 Jahrhundert erhalten waren. Wahrscheinlich sogar die Menschen, den man hat so einen leichten religioesen Fanatismus wahr genommen. Am zweiten Tag dann an einer Visitorinfo endlich Wifi und dann auch die Planaenderung zum Durchfahren bis Kelowna, wo wir dann auch am Mittwoch ankamen. Die naechsten drei Tage sahen wegen unseres neuen Jobs so aus, dass wir morgens um 5 Aufgestanden sind, gefruehstueckt und dann auf die Plantage sind zum Kirschen pfluecken.  Naja ausser Samstag, da sind wir umsonnst nach oben gefahren, weil uns niemand bescheid sagte, dass am Wochenende nicht gepflueckt wird. Montag und Dienstag nochmal das Gleiche. Am Ende haben wir unsere Reisekasse mit nur 4 Tagen arbeiten wieder gut aufgefrischt. Der Job war zwar anstrengend und wir haben viele Kratzer und Marie auch einen Bienenstich gesammel aber dadurch das wir 12 Uhr mittags fertig waren hatten wir immer viel Zeit.

Ein Highlight war auf jeden Fall die Fahrradtour durch Myra Canyon. Mit dem Auto und den Fahrraedern ging es auf auf die Berge um Kelowna um dort dann 12 km hin und 12 km zuruek auf einer ehemaligen Bahntrasse auf dem Berghaengen/Abhaengen entlang. Durch einen Starken Waldbrand 2003 waren viele der alten Bruecken abgebrant und somit renoviert worden. Die Tour und die Aussicht waren sagenhaft. Noch sagenhafter war, dass sich Marie bis auf die letzten 3 km des Rueckweges nicht beschwert oder gejammert hat.

Ansonsten haben wir das Kelowna Sommerleben, das geboten wird, genossen in Form von kleinen kostenlosen Konzerten in der naehe des Stadtparks, Eis essen, viel Sonne und viel am Strand liegen und schwimmen gehen, Waldbraende beobachten, von denen es auch drei stueck in der naehe von Kelowna gab. Ein Musikfestival(rave) von aussen beobachtet. Das war eine Musikanlage und ein BASS, mein lieber scholli. Eine Flugshow der Royal Airforce (Snowbirds) konnten wir anschauen, wo man wirklich manchmal dachte gleich knallts. Und heute haben wir Kangaroos gesehen und gestreichelt. Morgen geht es nun weiter auf unserer Reise nach Norden auf eine Farm. Sind wir mal gespannt, wie das wird und wie es uns dort so gefaellt.

 

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Halli Hallo Freunde und Familie,


jaja... pruegelt mich... Asche auf mein Haupt. Es ist echt schon wieder eine gefuehlte Ewigkeit her seit ich mich das letzte mal ueber diesen Weg bei euch gemeldet habe. Obwohl ich auch sagen kann, dass der Block nicht umsonst Paul und Marie heisst und Paul sich eigentlich auch mal kuemmern koennte! Aber sind wir mal ehrlich, da koennte ich euch ein Backrezept hochladen und es haette mehr Charme und mindestens genauso viele Fakten. Doch ich will mich mal nicht in Ausreden fluechten. Deshalb fange ich einfach mal an zu erzaehlen.

Lehnen sie sich zurueck, klappen sie die Tische nach oben und geniessen sie unseren Flug!

Wir waren auf unserer Reise zuletzt vor Seattle stecken geblieben, im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem wir nun in der grossen Stadt angekommen sind, muss man sagen, dass die Parkmoeglichkeiten in der Stadt zwar deutlich begrenzt und zudem viel zu teuer sind, es aber eine gute Loesung dafuer gibt: Und zwar sogenannte Park&Rides. Das bedeutet man parkt etwas ausserhalb des Stadtzentrums, das kostenlos, und faehrt dann mit dem Bus der direkt vor diesem Parkplatz haelt in die Stadt rein. Passt ja soweit alles ganz gut! Wir hatten sogar einen kleinen Pub in der Naehe zum Spiel anschauen und auch einen Einkaufsladen. An unserem ersten Abend waren wir einkaufen und siehe da es gibt WEIN in einem normalen Laden und das auch noch im Sonderangebot fuer 3 Dollar. Ich kann euch sagen, dass das richtig ungewohnt ist. In Kanada gibt es dafuer extra Liquor Stores (aber die gibt’s dafuer mehr als Kirchen).

Unseren Abend haben wir dann mit Rotwein und Lauchsuppe ausklingen lassen.

Am naechsten Tag, nachdem wir festgestellt hatten, dass wir zum Busfahren US Amerikanisches Geld brauchen, ging es auf Erkundungstour durch Downtown Seattle. Hmmm wie beschreibt man unseren ersten Eindruck dieser Stadt am besten.... ES STINKT!!! Ueberall wo man steht und geht riecht es nach Urin. Es gibt so schrecklich viele Obdachlose in Seattle. Ich meine klar das ist nun mal so in Grossstaedten. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich es dort am schlimmsten fand. Auf einer Skala von 1 (wenig) und 10 (viel) wuerde ich sagen Seattle erreicht eine glatte 9. Vancouver liegt irgendwo dazwischen und in Kelowna sieht man Obdachlose eher seltener (ausser man geht in gewisse Strassen).

Also was macht man!? Man versucht es zu ignorieren. In den Touristenzentren in Downtown klappt das auch ganz gut. Die Strassen sind schoener gemacht, mit Blumen an den Laternen, man kann die Hochhaeuser bestaunen (und die Fensterputzer bemitleiden :D ). Am Wasserrand gibt es kleine Maerkte die Obst und Schnickschnack verkaufen.

Wir haben uns die „Undergroundtour“ von Seattle angeschaut. Eine super Fuehrung die die Urspruege der Stadt zeigt und erklaert. Seattle heute ist eigentlich schon die zweite Etage der frueheren Stadt. Das heisst es gibt viele unteridische Gaenge durch die man gehen kann. Der schoenste Spruch unseres Leiters: „Als die Stadt damals abbrannte, wurden 33 Blocks niedergestreckt. Stellt euch das heute mal vor, das waeren 66 Starbucks Francaise Unternehmen!“ :D

Danach sind wir noch bisschen durch die Stadt gebummelt. Das ist halbes Bergsteigen, da die Stufen von einer Strasse bis zur naechsten manchmal sehr steil hochfuehren.



Zum Abendbrot gab es Pauls so geliebte Burger von „Jack in the Box“. Die Burger super, saftig und man wird satt. Die Umgebung hat allerdings zu wuenschen uebrig gelassen... wieder mal Penner die sich sehr daneben benommen haben. Die werden dann teilweise sehr unverschaemt.

Ja das war auch schon unsere zweiter von drei Tagen in Seattle. Am dritten Tag waren wir im seattle Center. Das ist der grosse Park in dem das Space Neddle und die Fontane stehen.

Paul war sogar mit Badesachen unter der Fontane duschen. Sah sehr lustig aus, Er zwischen den vielen kleinen Kindern. Wir haben den ganzen Tag in diesem Park verbracht. Haben Popcorn gegessen und in der Sonne gelegen. Da wir nicht noch eine Nacht auf dem Parkplatz verbringen wollten sind wir am spaeteren Nachmittag aus der Stadt wieder Richtung Grenze gefahren um uns auf dem Weg einen Platz zum campen zu suchen. Leichter gesagt als getan. Der preiswerteste Platz war 40 Dollar, muss ich dazu noch was sagen!? Wir sind dann bisschen umher gefahren, bis wir schliesslich ein paar Pasanten gefragt haben wo man denn vielleicht preiswert uebernachten kann. Am Ende haben wir Branda und Pit kennengelernt, die uns auf ihrem Grundstueck haben schlafen lassen und uns sogar ein Bad zur Verfuegung gestellt. Wir haben Lauchsuppe gekocht und diese mit dem Besitzer, also Pit, geteilt. Paul hat sich stundenlang mit ihm unterhalten. Er arbeitet in einem Steinbruch und hat da schon sehr wertvolles Zeug gefunden. Er hat uns Quarzkristalle geschenkt, wie es sie in der Terra Mineralia in Freiberg ausgestellt sind. Ausserdem haben wir einen super Tipp bezueglich Essen erhalten, den wir am naechsten Tag direkt ausgetestet haben. Ein All-you-can-eat Buffet fuer nur 8 Dollar pro Person. Ich kann euch sagen da gab es alles: von Sushi bis Seafood, Waffeln bis Kuchen, alle Varianten an Fleisch und wir haben uns natuerlich total uberfressen. Aber es war soooo gut!


Das war also unsere ersten Tage USA, mit defintiv verschiedenen Erfahrungen.

Zurueck in Vancouver waren wir Freitags bei unserem zweiten Baseballspiel. Dieses mal ohne Regen und mit grossartigem Feuerwerk. Ausserdem hatte Vancouver bekommen wodurch ich mir auch noch ein Eis erwettet hatte.

Der 29. Juni war eigentlich der Grund warum wir nochmal zurueck nach Vancouver gekommen sind. Unser Besuch im „Cirque du soleil“!!!!

Das war sowas von der WAHNSINN. Auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich kann euch gar nicht so viel erzaehlen faellt mir gerade auf, da man die Artistenshows gar nicht in Worten wieder geben kann. Ich kann euch aber versprechen, dass man das was man dort sieht nie mit einem normalen Zirkus vergleichen kann. Die Technik schon alleine und die Kostueme. Einfach nur super schoen. Da hatte es uns dann auch nicht mehr gestoert, dass wir vom Regen vorher ganz durchgeweicht waren. Die Show hat das alles wieder wett gemacht.

(Fuer alle die mal einen Einblick erhalten wollen: Die Show heisst TOTEM und ist mit einem Trailer auf Youtube vorhanden)


Ich hoffe unsere Reise gefaellt euch soweit

Cirque du soleil war auf jedenfall ein weiteres grosses Highlight in unserem Jahr in Kanada.


Aber auch Vancouver ist eine Stadt die man auf jeden Fall sehen sollte wenn man die Chance dazu hat.



Unsere naechste Etappe ist Vancouver Island.

Aber zuvor noch eine andere kleine Abschweifung. Nach Vancouver haben wir uns gedacht, dass uns ein paar Tage nichtstun sehr willkommen waeren. Und wo geht das natuerlich besser als auf einem Campingplatz mit Dusche direkt am Meer (kostenlos). Das Wetter war der Wahnsinn. 30Grad und nicht eine einzige Wolke am Himmel.



Drei ganze Tage haben wir da verbracht. Am zweiten Tag waren wir mit unserem Schlauchboot raus gerudert. Mit Musik haben wir uns auf dem See treiben lassen. Das naechste Mal beachten wir besser Ebbe und Flut, denn Paul musste gegen die Stroemung ganz schon kaempfen. Das Beste war allerdings wir haben eine kleine Robbe gesehen. In freier Wildbahn, das war schon ziemlich cool!

Was danach kam allerdings nicht, denn die Sonne hat mich zu sehr mitgenommen.

Merke: Sonnenstiche sind nichts schoenes. Genug trinken und Schatten vermeiden das.

Aber naja hinterher ist man immer schlauer. Ansonsten ist der Ort aber sehr schoen gewesen.

 Aber fuer uns ging es weiter nach Vancouver Island...

Fortsetzung folgt... 

21.7.14 06:06, kommentieren